NaturFreunde Baden-Württemberg

Landesverband Württemberg

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
NaturFreunde Landesverband Württemberg
E-Mail Drucken

Wir modernisieren für Sie unsere Homepage!

Diese wird in den nächsten Tagen/Wochen zum Jahresende 2017 umgestellt. Danach werden alle Daten benutzerfreundlicher abrufbar und wieder aktualisiert sein.

 
E-Mail Drucken

25 Jahre Natura 2000 / Europas Naturschätze bewahren

Festakt mit Umweltstaatssekretär Dr. Baumann und EU-Kommissionsvertreter Just

Die vier Naturschutzverbände NaturFreunde, NABU, LNV und BUND haben in Baden-Württemberg am 28. November ein besonderes Jubiläum gefeiert:

25 Jahre Natura 2000. 120 Gäste im Wanner Saal des Linden-Museums in Stuttgart.

Podium

(Foto: NaturFreunde_E. Zahn)

v.l.n.r. Andreas Linsmeier (Landeschef NaturFreunde Württemberg), Alexander Just (EU-Kommission), Sylvia Pilarsky-Grosch (BUND Landesgeschäftsführerin), Gerhard Bronner (Landeschef LNV), Dr. Andre Baumann (Staatssekretär, Umweltministerium, Johannes Enssle (Landeschef NABU).

Verstärkten Handlungsbedarf sieht Andreas Linsmeier, Landesvorsitzender der NaturFreunde, bei der Stärkung der Natura 2000-Gebiete vor Ort. „Leider wird der Schutz und die Entwicklung der Gebiete durch Akzeptanzprobleme erschwert“, so Linsmeier. Dies resultiert für den NaturFreunde-Chef aus zu geringem Wissen über die Bedeutung von Natura 2000. „Wir brauchen mehr Möglichkeiten für die Kommunikation, um das Interesse an den Schutzgebieten zu stärken und die Menschen mitzunehmen“, forderte Linsmeier. Wohin die Reise gehen kann, zeigte eine Wanderung der Naturschutz-Landesspitzen am Vormittag mit Alexander Just auf dem Natura-2000-Trail im Büsnauer Wiesental. Das preisgekrönte Konzept der NaturFreunde macht auf mehr als 100 Wanderwegen in Deutschland viele Naturschätze vor der Haustür besser erlebbar.

Wanderung NT 1

(Foto: NABU_I. Eberhardt-Schad).

Unterwegs auf dem Natura-2000-Trail in Stuttgart-Büsnau:

v.l.n.r. Peter Hanle (NaturFreunde Stuttgart, Wanderleiter), Maria Ruland (NABU Stuttgart), Sylvia Pilarsky-Grosch (BUND Landesgeschäftsführerin), Alexander Just (EU-Kommission), Janine Piper (Fachbereichsleiterin Umwelt NaturFreunde), Alexander Habermeier (Umweltreferent NaturFreunde), Gerhard Bronner (Landeschef LNV), Andreas Linsmeier (Landeschef NaturFreunde Württemberg), Johannes Enssle (Landeschef NABU), Vertreter der Forstlichen Versuchsanstalt, Freiburg.

 

 

 

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

NaturFreunde, NABU, LNV und BUND Baden-Württemberg
28.11.2017

Festakt: Schutznetz für Naturschätze über ganz Europa

 „25 Jahre Natura 2000“ von NaturFreunde, NABU, LNV und BUND in Baden-Württemberg mit Umweltstaatssekretär Dr. Baumann und EU-Kommissionsvertreter Just

Stuttgart – Im Rahmen eines Jubiläumsabends mit Festakt im Stuttgarter Linden-Museum unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Franz Untersteller haben die vier Naturschutzverbände NaturFreunde, NABU, LNV und BUND in Baden-Württemberg am 28. November ein besonderes Jubiläum gefeiert: 25 Jahre Natura 2000. In ihren Beiträgen würdigten die Spitzen der vier Verbände sowie Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Landesumweltministerium, und Alexander Just von der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission die Gründung des europäischen Schutzgebietsnetzes am 21. Mai 1992 als Meilenstein für den Naturschutz – betonten aber auch dringenden Handlungsbedarf.

Europaweit zählen mehr als 27.000 Flächen zu dem grenzüberschreitenden Schutzgebietsnetz, dem größten weltweit. „Die Dimensionen von Natura 2000 sind gewaltig, ebenso groß müssen deshalb auch die Anstrengungen der Mitgliedsstaaten für einen guten Erhaltungszustand ihrer Gebiete sein“, sagte Alexander Just in seiner Festrede vor zahlreichen Gästen aus Politik, Verbänden und Verwaltung. „Die Richtlinien schützen etwa 1.500 Tier- und Pflanzenarten und etwa 200 seltene Lebensraumtypen innerhalb und außerhalb dieser Schutzgebiete“, führte Just aus. Mit dem Aktionsplan „Menschen, Natur und Wirtschaft“ will die EU die Umsetzung der Richtlinien erleichtern und verbessern sowie die Betroffenen stärker einbeziehen. „Wir haben schon Großes erreicht, stehen aber weiterhin vor enormen Aufgaben und viel Arbeit, um die Zukunft der artenreichen Natur- und Kulturlandschaften Europas zu sichern“, so Just.

„Baden-Württemberg ist das Land der Wacholderheiden, des Rotmilans und der blumenbunten Mähwiesen. Wir brauchen Natura 2000, um dieses einzigartige Natur- und Kulturerbe zu erhalten“, betonte Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium, in seinem Grußwort. „Die FFH-Richtlinie ist das zentrale Instrument, mit dem die Landesregierung den Erhalt der biologischen Vielfalt im Land vorantreibt. Auch das vom Kabinett letzte Woche beschlossene Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt verfolgt das Ziel, geschützte Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, zu erhalten und, wo möglich, miteinander zu vernetzen. In den Managementplänen für die Natura 2000-Gebiete wollen wir hierzu gemeinsam mit der Landwirtschaft, den Kommunen und den Verbänden den Vertragsnaturschutz und den investiven Naturschutz weiter stärken. Damit wir erhalten können, was uns erhält.“

Neben den Wacholderheiden der Schwäbischen Alb gehören auch die badischen Rheinauenwälder und die Moore im Allgäu zum Natura 2000-Netz im Land. „In diesen artenreichen Ökosystemen leben viele hundert geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die EU-Naturschutzrichtlinien sorgen dafür, dass diese auch kulturhistorisch und für den naturnahen Tourismus wertvollen Biotope erhalten bleiben und Schafhalter oder Landwirte für die Bewirtschaftung finanzielle Hilfen erhalten“, sagte NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle. „Dass es die Richtlinien in ihrer jetzigen Form noch gibt, ist auch dem enormen Einsatz der Naturschutzverbände zu verdanken.“ Im Rahmen der Kampagne „Nature Alert“ hatte der NABU mit seinen europäischen Partnern für die Bedeutung des europäischen Naturerbes und damit für den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien geworben. Über eine halbe Million Menschen beteiligten sich daraufhin an der Aktion. „Der Prozess hat gezeigt, wie wichtig vielen Menschen der Schutz von Pflanzen, Tieren und deren Lebensräumen ist, über Landesgrenzen hinweg“, so Enssle. „Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat erkannt, dass das Natura 2000-Netz nur dann seine Wirkung für den Erhalt der Biodiversität entfalten kann, wenn ausreichend Geld und Personal da sind“, lobte Enssle.

Verstärkten Handlungsbedarf sieht Andreas Linsmeier, Landesvorsitzender der NaturFreunde, bei der Stärkung der Natura 2000-Gebiete vor Ort. „Leider wird der Schutz und die Entwicklung der Gebiete durch Akzeptanzprobleme erschwert“, so Linsmeier. Dies resultiert für den NaturFreunde-Chef aus zu geringem Wissen über die Bedeutung von Natura 2000. „Wir brauchen mehr Möglichkeiten für die Kommunikation, um das Interesse an den Schutzgebieten zu stärken und die Menschen mitzunehmen“, forderte Linsmeier. Wohin die Reise gehen kann, zeigte eine Wanderung der Naturschutz-Landesspitzen am Vormittag mit Alexander Just auf dem Natura-2000-Trail im Büsnauer Wiesental. Das preisgekrönte Konzept der NaturFreunde macht auf mehr als 100 Wanderwegen in Deutschland viele Naturschätze vor der Haustür besser erlebbar.

„Wer besonders geschützte Arten wie den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling erhalten will, muss auch ihre Lebensräume schützen“, ist der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes (LNV) Dr. Gerhard Bronner überzeugt. „Die Europäische Umwelt- und Naturschutzpolitik hat mit der Verabschiedung des Natura 2000-Netzes große Fortschritt in allen Mitgliedsstaaten angestoßen und eingefordert“, sagte Bronner. Defizite sieht er beim Bodenschutz, wo angesichts des anhaltenden Flächenverbrauchs und teilweise nicht angepasster Landwirtschaft dringender Veränderungsbedarf besteht: „Wir brauchen eine bessere Integration von Naturschutzaspekten in die europäische Landwirtschafts- und Infrastrukturpolitik.“

Große Lücken sieht die BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch bei der Integration der Landwirtschaft in den Naturschutz. „Die EU-Agrarpolitik muss in Zukunft so gestaltet werden, dass sie die Ziele der FFH-Richtlinie unterstützt, statt diese zu unterlaufen. Den schlechtesten Erhaltungszustand finden wir auch bei den FFH-Lebensraumtypen in der Agrarlandschaft, wie beispielsweise artenreichen Mähwiesen“, kritisiert Pilarsky-Grosch. Hier sei auch das Land gefragt, die Landwirtschaftsbetriebe besser zu unterstützen: „Die Gründung der Landschaftserhaltungsverbände war ein wichtiger Schritt. Jetzt muss das Land mutig weitermachen.“

Hintergrund: 

Die deutsche Bezeichnung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie lautet: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Natura 2000 ist eine wesentliche Säule des EU-Naturschutzes. Dieses Schutzgebietsnetzwerk setzt sich aus den EU-Vogelschutzgebieten und den Schutzgebieten nach der FFH-Richtlinie zusammen. Europaweit zählen über 27.000 Flächen – von der nordischen Tundra bis zu den Mittelmeerstränden – zu dem Schutzgebietsnetzwerk, das die EU-Mitgliedsstaaten gemäß den EU-Naturschutzrichtlinien aufbauen und unterhalten müssen.

Weitere Informationen zu Natura 2000 und den Managementplänen in BW: www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44491/

 

Pressekontakt:

NaturFreunde: Alexander Habermeier, Umweltreferent, Tel. 0711.42 07 03 89 

NABU: Claudia Wild, Pressesprecherin NABU Baden-Württemberg, Tel. 0711.966 72-16

LNV: Christine Lorenz-Gräser, Geschäftsführerin LNV Baden-Württemberg, Tel. 0711.24 89 55-21

BUND: Angela Koch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit BUND BW, Tel. 0711.62 03 06-17

Kontakte für Rückfragen (nicht zur Veröffentlichung):

NaturFreunde: Andreas Linsmeier, Vorsitzender, mobil: 0176.29104864

NABU: Johannes Enssle, Landesvorsitzender, mobil: 0176.43 85 95 64

LNV: Dr. Gerhard Bronner, Vorsitzender, mobil 0162.928 80 73

BUND: Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin, mobil: 0172.834 42 94

 

 

 
E-Mail Drucken

Liebenzeller Gespräche 2017

Klimawandel - eine globale Herausforderung

Die NaturFreunde Baden-Württemberg halten einen baldigen Ausstieg aus der Braun- und Schwarzkohleenergiegewinnung für dringend geboten.Sie befürworten zudem eine CO2-Abgabe, die zur Finanzierung von Klimaprojekten in Afrika genutzt werden sollte. Trockenperioden, Ernteausfälle, die zunehmende Wüstenbildung und der Landverlust an das Meer, führen zu einer immer größeren Not in den ländlichen Gebieten Afrikas. Anpassungen an den Klimawandel kosten aber sehr viel Geld, das die afrikanischen Länder aber nicht haben.

Liebenzell 1 

 

 
E-Mail Drucken

Vorstandsqualifikation - Freie Plätze vorhanden!

Stuttgart | Naturfreundehaus Fuchsrain | 04.11.2017

Mit diesem Workshop möchten wir aktiven und zukünftigen Vorständen Informationen und Handwerkszeug für eine sichere und kompetente Leitung ihres Vereines vermitteln.

Themenschwerpunkte sind:

  • Analyse des aktuellen Vorstandsgremiums
  • Vorstandsaufgaben/-anforderungen
  • Vorstände Werben & Gewinnen
  • Einführung in die Vorstandsarbeit
  • Zusammenarbeit effektiv gestalten
  • Unterstützung des Vorstandes

Termin:

04.11.2017; 10:00 - 17:00 Uhr

Kosten:

Mitglieder: 10,-€
Gäste: 50,-€

Infos & Anmeldung:

Projektbüro "Stärkenberatung"

0711 - 42070388 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Onlineanmeldung: Formular (Veranstaltungsnummer L14/17)

Nähere Infos zum Projekt findest du unter: Stärkenberatung

 


Seite 1 von 12

Reisejournal 2018

Zum Downloaden des
Reisejournals bitte
auf das Bild klicken.
PDF mit 16 DIN A4 - Seiten

Reisejournal 2018

Veranstaltungen Natur- und Umweltschutz 2017

Zum Downloaden des
Dokumentes bitte
auf das Bild klicken.
PDF-Datei mit 56 Seiten
 
Umwelt-Naturschutz Veranstaltungen 2017

NaturSport 2017

Zum Downloaden des
NaturSportprogramms bitte
auf das Bild klicken.
PDF mit 56 Seiten
 

NaturSport 2017

EURATOM - Nein Danke

EURATOM - NEIN DANKE


sparsame Haushaltsgeräte

Zum Downloaden der Broschüre bitte auf das Bild klicken.
PDF mit 16 Seiten
 
sparsame Haushaltsgeräte

NaturFreunde Kalender

Dezember 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Nächste Veranstaltungen

TTIP

Zum Downloaden des TTIP-Reader bitte auf das Bild klicken.
PDF mit 43 Seiten

TTIP-Reader

Wer ist online

Wir haben 1043 Gäste online

Klassenfahrten

Zum Downloaden der
Broschüre bitte
auf das Bild klicken.
PDF mit 24 Seiten

Klassenfahrt-Broschüre